BPC-157 gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Zuletzt geprüft am 2026-08-01. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
Iod (standardsprachlich Jod) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol I (vor der internationalen Elementsymboleinführung war es J) und der Ordnungszahl 53. Im Periodensystem steht es in der 7. Hauptgruppe bzw. der 17. IUPAC-Gruppe und gehört somit zu den Halogenen. Der Name leitet sich von altgriechisch ἰο-ειδής io-eidēs, deutsch ‚veilchenfarbig, violett‘ ab. Beim Erhitzen entstehende Dämpfe sind charakteristisch violett. Ältere Bezeichnungen sind Jodium, Jodina und Jodine. Iod ist bei Raumtemperatur ein Feststoff, der schlecht wasserlöslich, aber gut löslich in wässriger Kaliumiodid-Lösung (siehe dazu: Lugolsche Lösung) und sehr gut löslich in Ethanol und anderen organischen Lösungsmitteln ist. In der Alltagssprache ist Jod die gebräuchliche Schreibweise, auch in der älteren chemischen und überwiegend in der aktuellen medizinischen Fachliteratur. Die Schreibweise Iod wird im Duden mit dem Hinweis auf Jod aufgeführt und auf die Fachsprachlichkeit hingewiesen. Das Elementsymbol I wird bereits seit 1970 in der IUPAC-Publikation in der chemischen Fachliteratur benutzt, in der älteren deutschsprachigen Literatur findet man durchgängig die veraltete Elementbezeichnung J. Iod ist ein unentbehrlicher Bestandteil des tierischen und somit menschlichen Organismus und wird mit der Nahrung aufgenommen. Am höchsten ist die Konzentration beim Menschen in der Schilddrüse und wird dort in den Hormonen Thyroxin und Triiodthyronin und als Diiodtyrosin genutzt. Jodmangel im Trinkwasser und der Nahrung ist in der Regel für das Auftreten des Kropfs verantwortlich.
Quellen: de.wikipedia.org
Als Vorbeugung wird der wöchentlich ein- bis mehrmalige Verzehr von Seefisch sowie die Verwendung von sogenanntem Jodsalz (Speisesalz mit Natrium- oder Kaliumiodat versetzt) empfohlen. Durch diese individuelle Jodprophylaxe und die Iodierung von Futtermitteln wird in Deutschland der Mangel an Iod in den Böden teilweise ausgeglichen. Es konnte vorübergehend erreicht werden, dass in der Gesamtjodversorgung der Bevölkerung die Vorgaben der WHO knapp eingehalten wurden. Stand 2020 weist die Jodversorgung laut Bundesinstitut für Risikobewertung eine rückläufige Tendenz auf und ist nicht optimal.
Quellen: de.wikipedia.org
== Geschichte == Die Iodmangel-Krankheit Struma ist schon seit langer Zeit in der Menschheit verbreitet. Chinesischer Überlieferung nach ist seit 2700 v. Chr. bekannt, dass iodhaltiger Seetang gegen Struma wirkt und wurde im Shennong ben cao jing wahrscheinlich um 300 v. Chr. schriftlich erwähnt. Auch in Europa wurden teilweise iodhaltige Substanzen gegen Struma genutzt, so nennt Pedanios Dioskurides neben anderen Dingen auch potentiell iodhaltige Muschelschalen, in der Schule von Salerno war ein Pulver aus getrockneten und verbrannten Schwämmen als Heilmittel gegen Struma bekannt. Pottasche (Kaliumcarbonat) war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Salpeter, einem zentralen Bestandteil des Schwarzpulvers. Als dieses während der Napoleonischen Kriege knapp wurde, verwendete der französische Salpetersieder Bernard Courtois Soda, das schon seit dem 17. Jahrhundert in der Bretagne und Normandie aus der Asche von Braunalgen (Kelp) gewonnen wurde. Im Jahr 1811 reinigte er Töpfe mit konzentrierter Schwefelsäure und bemerkte dabei, dass diese mit der Asche reagierte und sich eine violette Wolke bildete, die sich an kalten Oberflächen als graphitfarbene Kristalle niederschlug. Er begann, die Substanz eingehender zu untersuchen und entdeckte unter anderem, dass bei der Reaktion mit Ammoniak ein leicht explosives Pulver (Iodstickstoff) entsteht. Für weitere Untersuchungen wandte er sich an die Chemiker Charles-Bernard Desormes und Nicolas Clément, die weitere Eigenschaften der neuen Substanz entdeckten.
Quellen: de.wikipedia.org
Auch Joseph Louis Gay-Lussac und Humphry Davy führten Untersuchungen mit der unbekannten Substanz durch. Die Ergebnisse wurden 1813 direkt nacheinander in den Annales de Chimie veröffentlicht. Als Namen für das neue Element schlug Gay-Lussac zunächst auf Grund der violetten Farbe Iode vor, was Davy zu Iodine in Analogie zu Chlorine änderte. Bald darauf vermutete der Schweizer Arzt Jean-Francois Coindet einen Zusammenhang zwischen Struma und einem Mangel an Iod. Daraufhin behandelte er Patienten mit einer Iodtinktur mit einer täglichen Dosis von anfangs 165 mg Iod und beobachtete ein schnelles Verkleinern und sogar ein Verschwinden der Struma nach 8–10 Wochen. 1821 hatte er nach eigener Schätzung 1000 Patienten behandelt. Coindets Behandlung rief bei anderen Medizinern jedoch auch Befürchtungen hervor, das Iod giftig sein könnte und es entwickelte sich eine lang anhaltende Debatte über die Chancen und Risiken der Iodtherapie. 1831 entwickelte der französische Chemiker Jean Baptiste Boussingault die Idee, iodiertes Salz als Prophylaxe gegen Struma zu nutzen. Endgültig bewies 1851 Adolphe Chatin den Zusammenhang zwischen Struma und einem geringen Iodgehalt in der Umwelt. Daraufhin begannen die Behörden in verschiedenen französischen Gebieten mit vielen Struma-Fällen, Iodtabletten und iodiertes Salz auszugeben. 1873 entdeckte Casimir Davaine die antiseptische Wirkung von Iod. Im Deutschen wurde lange Zeit Jod als Name des Elements verwendet.
Quellen: de.wikipedia.org
Die offizielle Schreibweise wurde 1975 von einer Kommission der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und der Gesellschaft Österreichischer Chemiker geändert und an die international übliche Schreibweise Iod angepasst. Dementsprechend wurde auch das Elementsymbol von J auf I geändert.
Quellen: de.wikipedia.org
== Vorkommen == Iod ist abgesehen von Astat wesentlich seltener als die übrigen Halogene. In der Natur ist es weit verbreitet, jedoch nur in Form seiner Verbindungen, zum Beispiel angereichert (0,02–1 %) im Chilesalpeter, hauptsächlich in Form von Natriumiodat (NaIO3), aber auch Natriumperiodat (NaIO4) und Lautarit (Ca(IO3)2). In geringen Spuren ist es in Böden und Gesteinen nachweisbar. Im Durchschnitt enthält 1000 Gramm wasserfreier Feinboden aus dem deutschen Raum etwa 2,5 Milligramm Iod. Der Iodgehalt des Bodens ist wesentlich für die Versorgung der Bevölkerung mit natürlichem Iod. Als Iodwasserstoff kommt es in geringsten Mengen in vulkanischen Gasen vor. Lösliche Iodverbindungen wie Alkali- und Erdalkaliiodide werden während der Verwitterung von Gesteinen durch Regenwasser freigesetzt oder zerfallen bei höheren Temperaturen. So gelangen sie ins Grundwasser und schließlich in die Meere. Einige Mineralwässer enthalten Iod. Die Mineralquelle von Woodhall Spa in Lincolnshire (England) bringt Wasser hervor, das durch Iod braun gefärbt ist. Im Meerwasser liegt die Menge an Iod bei 0,05 Milligramm pro Liter. Es kommt dort in Form von Iodid (I−) und Iodat (IO3−) in einer Konzentration von etwa 500 nmol/L vor. Die Verteilung variiert in Oberflächenwasser im Allgemeinen von 0–200 nmol I−/L. In der Erdatmosphäre ist Iod in Form von organischen Verbindungen oder anorganisch in Form von Iodoxid (IO), Iodnitrat oder höheren Oxiden zu finden. Für die Stratosphäre gibt es wenig Informationen und eine obere Grenze von 0,1 ppt für anorganisches Iod.
Quellen: de.wikipedia.org
Über Algenfeldern an Küsten wurden hohe Konzentrationen von mehr als 10 ppt IO nachgewiesen und auch auf dem tropischen Atlantik wurde das Iodoxid-Radikal nachgewiesen. Organische Iodverbindungen kann man aus Meeresalgen (19 Gramm Iod pro Kilogramm Trockenmasse), Tangen und Schwämmen (bis zu 14 Gramm Iod pro Kilogramm Trockenmasse) isolieren. Die globale Menge Iod in Meerwasser wird auf 90 Milliarden Tonnen geschätzt, die derzeit (2022) bekannten globalen Iodreserven betragen 6,2 Millionen Tonnen. Eine Knappheit ist trotz der relativen Seltenheit von Iod deshalb nicht gegeben oder zu erwarten. Das spiegelt sich auch im Preis wider, der 2021 deutlich unter dem Höchststand aus dem Jahr 2013 (bis zu 85 $ pro kg) bei durchschnittlich 36,5 $ pro kg notierte. Die Gewinnung aus Seegras und Algen spielt dabei derzeit eine untergeordnete Rolle, da die Gewinnung als Nebenprodukt aus dem Bergbau bzw. Gas- und Ölförderung kommerziell erfolgreicher ist. Vor 1959 war diese Form der Iodgewinnung jedoch vorherrschend. Die weltweite Iodförderung betrug 2020 über 30.000 Tonnen, ohne Fördermengen aus den USA, die diese als Geschäftsgeheimnis seit 2005 nicht mehr veröffentlichen. Größter globaler Iodproduzent ist Chile mit seinen Nitratminen, aus denen ca. 2/3 der globalen Iodmengen gewonnen werden. Zweitgrößter Produzent ist Japan, wo Iod bei der Öl- und Gasförderung gewonnen wird, und auf Platz 3 der wichtigsten Quellen liegt Soleförderung aus Minen im nordwestlichen Oklahoma.
Quellen: de.wikipedia.org
BPC-157 wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.
Die Forschung zu BPC-157 arbeitet überwiegend mit kontrollierten Labor- und Tierstudien; klinische Daten sind je nach Substanz unterschiedlich belastbar. Wir geben den Stand der Literatur wieder.
Entscheidend sind Reinheit und Analytik (HPLC, Massenspektrum), korrekte Rekonstitution sowie sachgerechte Lagerung. Angaben zur Reinheit gehören immer zum Produkt.%!(EXTRA string=BPC-157)
Nicht jeder Mechanismus ist belegt, und Einzelstudien sind keine Gesamtevidenz. Diese Seite markiert offene Fragen ausdrücklich statt sie als gesichert darzustellen.%!(EXTRA string=BPC-157)